Jungs, das war am Samstag ganz großes Kino. Im Spiel, nach dem Spiel und in der Häich
B-Junioren, Bezirksoberliga: FC Lichtenfels – JFG Hochfranken Selb 2:4 (1:3).JFG Selb: Köhler – Seidel, Seifert, Pohl (ab 77. Min. Giunta), Reim, Keles (ab 61. Min. Nendza), Jülke, Diener, Schönberner, Kutbay, Siniawa.
Zuschauer: 80; Tore: 14. Min. Kutbay 0:1, 21. Min. 1:1, 25. Min. Pohl 1:2, 39. Min. Kutbay 1:3, 53. Min. Siniawa 1:4, 54. Min. 2:4.
Im Kampf um die Vizemeisterschaft in der Bezirksoberliga feierten die Selber B-Junioren am Samstag einen hoch verdienten Sieg und verdrängten Lichtenfels damit von Platz zwei. Bei den ungewohnt sommerlichen Temperaturen zeigten die JFG-Jungs eine überragende Leistung und wurden nach Spielende auch von den Lichtenfelser Verantwortlichen und Zuschauern in höchsten Tönen gelobt.
Von Beginn an hohes Tempo
Die Selber legten von Beginn an ein hohes Tempo vor, ließen Ball und Gegner laufen. Die erste Möglichkeit hatte nach knapp zehn Minuten Kutbay, dessen Schuss aber knapp am Tor vorbei strich. Mehr Glück hatte Kutbay vier Minuten später. Ein Freistoß unter der Lichtenfelser Mauer hindurch landete nicht ganz unhaltbar zum 0:1 im Netz. Gefährlich vor dem Selber Tor wurde es nur bei Ecken und Freistößen der Hausherren. Ein Freistoß war es auch, der in der 21. Minute zum Ausgleich führte: Die JFG-Spieler zogen die Köpfe ein, der Lichtenfelser Angreifer konnte fast unbehindert zum 1:1 einköpfen.
Die Selber zeigten sich davon aber nicht geschockt, sondern diktierten weiter das Spiel. Logische Folge war das 1:2 durch Pohl, der nach einem Abpraller goldrichtig stand und den Ball aus 15 Metern klug ins lange Eck schob. Nach einer halben Stunde fast das 1:3, doch Diener scheiterte nach einem klasse Spielzug am FC-Keeper. In der 32. Minute zielte Kutbay knapp vorbei, ehe er kurz vor der Halbzeit nach einer feinen Einzelleistung dann doch den dritten Selber Treffer markierte.
Nach der Pause gab es ein kurzes Aufbäumen der Hausherren, ehe die hoch motivierten Selber wieder die Initiative übernahmen. Nach einem feinen Diener-Pass hämmerte Siniawa den Ball knapp am Torwinkel vorbei. Mehr Glück hatte Siniawa zwei Minuten später bei seinem Treffer zum 1:4. Als Lichtenfels fast im Gegenzug zum 2:4 kam, hofften die einheimischen Zuschauer nochmals auf eine Wende, doch die Selber Jungs ließen nichts mehr anbrennen und schaukelten den viel umjubelten Sieg souverän über die Zeit.