FSV Viktoria Hof - SpVgg Selb 13 1:2
Einen mühsamen, aber äußerst wichtigen 2:1 – Auswärtssieg errang die SpVgg Selb 13 beim punktlosen Tabellenletzten FSV Viktoria Hof. Die Schützlinge von Spielertrainer Simsek machten sich dabei das Leben gegen einen schwachen Gegner selbst schwer, weil sie nach einem in der Anfangsphase leicht herausgespielten 2:0 die Zügel unverständlicherweise schleifen ließen und die Gastgeber förmlich aufbauten.
FSV Viktoria Hof: Wowra, Atsiz (ab 83. Min. Menor), Kubelka, Kargili, König (ab 58. Min. Trefilov), Brand, Mulzer, Petrus (ab 50. Min. Maier), Kocifaj, Jindrich, Dressel,
SpVgg Selb 13: Brtva, Ünsal, Werner, M.Leupold (ab 58. Min. Krafczyk), Kral, Noczensky, Krätzer, Simsek (ab 80. Min. A.Leupold), A.Boz, Suchowierski (ab 70. Min. T.Boz), Hancik,
Schiedsrichter: Dietrich (FC Lauenstein)
Zuschauer: 50
Tore: 14.Min. 0:1 Krätzer (Foulelfmeter), 17. Min. 0:2 A.Boz, 55. Min. 1:2 Kocifaj,
Mit einem unguten Gefühl fuhr die SpVgg Selb 13 zur neu formierten Mannschaft des FSV Vioktoria Hof, weil man die Spielstärke der zahlreichen Neuzugänge nur schlecht einschätzen konnte. Entsprechend motiviert und konzentriert gingen Krätzer+Co von der ersten Minute an zu Werke. Im Mittelfeld wurde der Spielaufbau der Gastgeber energisch gestört, hier tat sich vor allem Noczensky hervor, und Thomas Krätzer setzte seine Sturmspitzen Hancik und Suchowierski mit klugen Pässen in Szene. Kubelka musste schon in der 5. Minute auf der Linie nach einem verlängerten Kopfball von Hancik retten. In der 14. Minute konnte der gleiche Spieler im Strafraum nur noch mit einem Foul gebremst werden und Krätzer verwandelte den berechtigten Elfmeter sicher. Die Dreizehner spielten weiter zielstrebig nach vorne und erzielten mit dem schönsten Angriff des Spiels das 2:0. Suchowierski und Hancik hebelten mit schnellem Spiel über die rechte Seite die Abwehr der Hausherren aus und A. Boz grätschte den Querpass über die Linie. Weitere klare Tormöglichkeiten wurden in dieser ersten Spielhälfte vergeben. Suchowierski, der einen unglücklichen Tag erwischt hatte, hatte zwei Mal einen Treffer auf dem Fuß, zögerte aber im Abschluss jeweils alleine vor TW Wowra. Sein Sturmpartner Hancik konnte die gute Kopfballmöglichkeit, die sich ihm nach einer weiten Flanke bot, ebenfalls nicht verwerten. Die Gäste schienen sich ihrer Sache bei klarer spielerischer und läuferischer Überlegenheit allzu sicher zu sein, anders ist der deutliche Leistungsabfall nach etwa 35 Minuten nicht zu erklären. Es schlich sich eine Behäbigkeit ins Spiel von Simseks Truppe, die bis zum Schlusspfiff anhielt. Im Mittelfeld wurde nicht mehr energisch attackiert, läuferisch ließen alle Selber Akteure merklich nach und viele Abspielfehler waren die Folge. Die Sturmspitzen konnte somit kaum noch in Szene gesetzt werden. Der Gegner wurde von Minute zu Minute stärker und erspielte sich noch im Laufe der ersten Halbzeit ein optisches Gleichgewicht. In der 24. Minute hatte der gefährlichste Hofer Angreifer, Kocifaj, die erste Möglichkeit, sein Kopfball aus kurzer Entfernung war jedoch zu unplatziert. Auch in der zweiten Spielhälfte gelang es der SpVgg nicht mehr, das Format der ersten halben Stunde zu erreiche. In der 47. Minute hatte Dressel die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, wurde aber im letzten Augenblick von Noczensky gestört. Ein grober Abwehrfehler von Werner führte schließlich in der 55. Minute zum 1:2, als der SpVgg-Manndecker einen hohen Ball unterlief und Kocifaj das Leder unter die Latte wuchtete. Erst in der 62. Minute kamen die Gäste seit langem wieder einmal zu einer Torchance, aber Hancik konnte die verunglückte Faustabwehr von TW Wowra nicht nutzen. Auf der Gegenseite vergaben Brand und wiederum Kocifaj zwei gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen, aber beide Male verfehlten die Hofer das Tor von TW Brtva nur knapp. Am Ende konnten die SVler froh über den Schlusspfiff von Schiedsrichter Dietrich sein, denn man entging an diesem Nachmittag nur knapp einer Blamage. Nach den letzten guten Auftritten von Simseks Team knüpfte die SpVgg nur eine halbe Stunde lang an ihr Leistungsvermögen an, ließ sich aber das Spiel aus der Hand nehmen und hatte nur Glück, dass die Gastgeber auch keine Bäume ausrissen und in dieser Form in der Kreisliga nichts verloren haben.
*Na da bin ich ja mal auf die Sportal-Noten gespannt*
