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Die SpVgg Selb 13 wurde nach ihrem 8:2-Auftakterfolg in Froschbachtal gestern vom SV Sparneck unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Die konterstarken Gäste nutzten die vielen Fehler der „Dreizehner“ gnadenlos aus, hatten zudem mit Torwart O. Becher den überragenden Mann auf dem Feld und feierten einen letztlich verdienten 5:2-Erfolg. SpVgg Selb 13: M. Leupold, Krafczyk, Werner, Kral, Engler, Simsek, Krätzer, Wunderlich, Draksl, Suchowierski (ab 77. Min. A. Leupold), Kowalczyk. SV Sparneck: O. Becher, Chr. Sturm, Pflug, S. Sturm, Rath, Feist, Novak (ab 77. Min. Festel), Sabik (ab 72. Min. M. Nendza), Skurek, Th. Nendza, Bergmann. Schiedsrichter: Haberkorn (SV Steinmühle); Zuschauer: 160; Tore: 11. und 26. Min. Skurek 0:1 und 0:2, 47. Min. Engler 1:2, 53. Min. Rath 1:3, 59. Min. Kral 2:3 (Foulelfmeter), 60. Min. Feist 2:4, 75. Min. Skurek 2:5. Die Begegnung begann eigentlich ganz nach dem Geschmack der einheimischen Anhänger. Bereits nach 60 Sekunden hatte Draksl eine gute Einschussmöglichkeit, scheiterte aber an Torwart Becher. Den Nachschuss zirkelte Kowalczyk ans Lattenkreuz. Das sollte es aber für eine ganze Weile schon gewesen sein mit der Selber Herrlichkeit. Die Hausherren überbrückten das Mittelfeld meist zu langsam, zudem schlichen sich mehr und mehr Abspielfehler ein. Das wussten die cleveren Sparnecker in der elften Minute erstmals zu nutzen. Nach einer Flanke von Chr. Sturm spekulierte Werner auf Abseits, Gästetorjäger Skurek stand plötzlich völlig frei vor Torwart Leupold und verwandelte zum 0:1. Eine kalte Dusche für die „Dreizehner“, die auch in der Folge den Gästen weidlich Räume ließen, um gefährliche Angriffe zu inszenieren. In der 26. Minute war es zum zweiten Mal soweit: Nach einem bösen Abspielfehler im Mittelfeld stand Skurek erneut frei vor dem Selber Kasten und ließ Torwart Leupold wieder keine Chance. Eine bis dato optimale Chancenverwertung der Sparnecker, die bissiger in die Zweikämpfe gingen und nach einer halben Stunde fast das 0:3 erzielt hätten. Leupold lenkte einen Skurek-Schuss gerade noch an die Latte. Ein Manko der Simsek-Schützlinge in der ersten Halbzeit war auch, dass fast nur hohe Bälle in die Spitze gespielt wurden. Ein gefundenes Fressen für den langen SV-Keeper O. Becher. Glück hatten die „Dreizehner“ dann kurz vor der Pause. Erneut wurde die gesamte Abwehr mit einem einfachen Spielzug ausgehebelt, doch Leupold parierte gegen Skurek prächtig. Nach einer Kabinenpredigt begannen die Selber nach der Pause wieder mit mehr Elan. Lohn war der schnelle Anschlusstreffer durch Engler, der nach einer Kowalczyk-Hereingabe, nach der sich Sturm und Torwart Becher gegenseitig behinderten, am Schnellsten schaltete und den Ball über die Linie drückte. Es keimte neue Hoffnung auf, und in der 52. Minute hatten die Selber Anhänger den Torschrei schon auf dem Lippen. Nach einer Ecke von Krätzer kam Kowalczyk aus fünf Metern zum Kopfball, doch Teufelskerl O. Becher stand goldrichtig und klärte. Im direkten Gegenzug stellte Sparneck nach einer fragwürdigen Freistoßentscheidung den alten Abstand wieder her – der Schuss von Rath schien aber nicht unhaltbar. Die Simsek-Schützlinge gaben sich dennoch nicht geschlagen. Zunächst zwang Draksl den Sparnecker Keeper zu einer weiteren Glanzparade, dann entwischte Kowalczyk einmal seinem unerbittlichen Bewacher S. Sturm, der sich im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen wusste. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kral mit etwas Glück, denn erneut hatte Keeper Becher die hand am Ball. Und wieder wurde die Hoffnung der „Dreizehner“ schnell zunichte gemacht. Nur eine Minute später köpfte Feist nach einem Freistoß zum 2:4 ein. Die Hausherren versuchten zwar weiter druck aufzubauen, doch meist wurde zu kompliziert und engmaschig agiert, so dass die vielbeinige Sparnecker Abwehr leichtes Spiel hatte. Eine Viertelstunde vor Schluss war es Skurek, der mit seinem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung sorgte. Letztlich war es ein verdienter Sieg für die Gäste, die den effektiveren Fußball zeigten, gradliniger spielten und in Torwart O. Becher und Skurek ihre überragenden Akteure hatten. Für die SpVgg Selb 13 war es vielleicht zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug. Am kommenden Wochenende, wenn es Freitag nach Gefrees geht und am Sonntag der TuS Erkersreuth gastiert, muss wieder eine Leistungssteigerung her – von der Nummer eins bis zur Nummer elf. Andreas Pöhner
_________________ Auswärtsfahrten gefährden ihre Gesundheit
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